Bei einem der bedeutendsten Vertreter des frühen abstrakten Expressionismus, Sam Francis (*1923) dessen Aktionsmalerei aus organisch geformten Farbflecken, die zusammen mit dünnen Farbrinnsalen und Spritzern auf weißem Bildgrund meditative Klänge erzeugen hat der „kontrollierte Zufall“ wie Jackson Pollock es nennt einen erheblichen Anteil an der Bildkomposition. Jean Miotte (*1926) ist einer der bedeutendsten Abstrakten unserer Zeit. Der von Walter Stöhrer (*1937) mit einer leidenschaftlich akzentuierten informellen Malweise lässt hinter der scheinbar rein abstrakten Kalligraphie Figuratives aus dem Surrealismus einfließen. Die Bilder von Sibylle Kretschmer (*1952) simulieren nichts Ihr Gegenstand ist allein die Farbe und Cristian Hasse (*1931) offenbart in einfacher Strenge Stilformen des Expressionismus und des Kubismus. Farbe und Licht sind auch Mittelpunkt des Schaffens von Reinhard Brandner (*1938) dessen effektvolle Lichtüberlagerungen räumliche Tiefe und pulsierender Rhythmus initiieren. Für Rupprecht Geiger (*1908) ist die Farbe das Wesentliche seiner Malerei, jedoch losgelöst aus ihrer Objektgebundenheit und eingestuft in die Reihe der Elemente – Feuer, Wasser, Luft , Licht. Tilopâ Monk (*1949) ist ein "Poet" unter den Modernen und die Gemälde von Alain Clément (*1941) konzentrieren sich auf kompakte Farbenbahnen mit maximaler Farbintensität. Willi Mayenhofer findet in seinen Bildern einen eigenen unverkennbaren Stil gefühlte Impressionen je nach Stimmung in kräftigen Farben bzw. Pastelltönen auszudrücken. Der Kunstsoziologe Hippolyte Taine (1828-1893), einer der Begründer einer mehr empirisch ausgerichteten Kunstsoziologie spricht zur Präpotenz der technischen Seite der Kunst vor der inhaltlichen: „durch die Feinheit und angeborene Schärfe seiner optischen Beobachtungen überlegen, hat er die Wahrheit begriffen, dass für das Auge die ganze Wesenheit eines sichtbaren Dinges im „Flecken“ besteht…, dass jeder Gegenstand im Gesichtsfeld nur ein durch andere Flecken bedingter Flecken ist und dass auf diese Art das hauptsächlichste Lebewesen in jedem Gemälde die farbige, zitternde, ausgebreitete Luft ist, in welcher die Gestalten schwimmen wie Fische im Meer.“
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